
Industrial einrichten
Loft-Gefühl mit Stahl, Holz und Leder. So wird daraus keine kalte Werkhalle, sondern ein Zuhause, auch in einer Mietwohnung.
Was Industrial ausmacht.
Rohe Oberflächen, ehrliche Materialien und Möbel, denen man ihr Leben ansieht. Der Stil kommt aus alten Fabrikhallen.
- Herkunft
- Der Stil entstand in den 1960er und 1970er Jahren in New York und London. Bezahlbarer Wohnraum war knapp, also zogen zuerst Künstler in leere Lagerhallen und Fabriken und machten sie zu Ateliers und Wohnungen.
- Räume
- Hohe Decken, große Fenster, offene Grundrisse. Sichtbare Rohre und unverputzte Wände werden gezeigt, nicht versteckt.
- Materialien
- Metall und Stahl, Glas, unbehandeltes Holz, Leder, Beton und Backstein.
- Farben
- Grau, Anthrazit und Schwarz geben den rauen Charakter. Erdtöne wie Braun, Beige und Rost bringen Wärme.Beton#A7A5A0Stahl#4A4F53Rost#8E4B2CLeder#6B4429
- Möbel
- Schlicht, gerade und robust. Gebrauchsspuren und abblätternde Farbe gehören dazu.
Aus der Not der Künstler in New York und London wurde ein Stil: Immer mehr alte Hallen wurden zu Lofts umgebaut.
So richtest du ein.
Sechs Schritte. Die ersten drei bringen das Loft-Gefühl, die letzten drei machen es wohnlich.
Eine Wand roh wirken lassen
Backstein, Beton oder eine dunkle Wand als Hintergrund. Hast du keine echte Ziegelwand, hilft eine Tapete in Backstein- oder Betonoptik oder eine Wandfarbe mit Betoneffekt.
Metall und Holz kombinieren
Ein Regal aus Stahl und Massivholz, ein Esstisch mit Metallbeinen, vielleicht ein Hocker aus der Werkstatt. Wenige, gut gesetzte Stücke reichen.
Fabrikleuchten aufhängen
Große Pendelleuchten aus Metall über dem Esstisch, Lampen mit sichtbarem Leuchtmittel, für den Rest des Raums indirektes Licht. Wie hoch die Leuchte hängt, sagt der Lampen-Rechner.
Leder und Patina dazunehmen
Ein Sofa oder Sessel mit Lederbezug ist der klassische Gegenpol zu Stahl. Gebrauchsspuren sind kein Mangel, sondern gewollt.
Mit Stoffen wärmen
Ein weicher Teppich, Kissen, eine Decke und warmes Licht. Mische alt und neu, weich und hart, kühl und warm. Welche Teppichgröße passt, sagt der Teppich-Rechner.
Altes neu nutzen
Eine Weinkiste wird zum Beistelltisch, ein Rohr zur Kleiderstange, eine alte Werkbank zum Sideboard. Solche Einzelstücke findest du auch gebraucht, mehr dazu unter Vintage einrichten.
Typische Fehler.
Zu kalt
Nur Beton, Stahl und Grau wirken wie eine Werkhalle. Holz, Leder, Teppich und warmes Licht machen daraus ein Zuhause.
Zu voll
Lofts wirken durch Weite. Lieber wenige, kräftige Stücke als viele kleine. Weniger ist mehr.
Alles neu und glatt
Ein Raum nur aus neuen Möbeln in Industrie-Optik wirkt wie ein Katalog. Ein echtes altes Stück mit Gebrauchsspuren macht den Unterschied.
Zu dunkel
Fabrikhallen hatten große Fenster. In einer normalen Wohnung braucht es deshalb mehrere Lichtquellen und nicht nur dunkle Wände.
Industrial zur Miete.
Für den Look musst du keine Wand aufstemmen. Vieles geht ohne Bohren und lässt sich beim Auszug wieder entfernen.
- Wände
- Tapete in Backstein- oder Betonoptik statt echter Ziegel. Klär vorher mit dem Vermieter, ob du sie beim Auszug wieder entfernen musst.
- Boden
- Ein großer Teppich oder Vinyl in Holzoptik zum Auslegen verändert den Raum, ohne den Boden anzufassen.
- Licht
- Eine Stehleuchte im Fabrikstil oder eine Pendelleuchte am vorhandenen Deckenauslass.
- Regeln
- Was du an Wänden und Decken darfst, steht unter Schöner wohnen zur Miete.
Für den Industrial-Look.
Metall, Holz, Leder und Licht. Die Links führen zu einer Suche bei AmazonAnzeige
Möbel
Licht
Wand und Wärme
Wie viele Rollen Tapete du brauchst, sagt der Tapeten-Rechner.
Häufige Fragen.
Passt Industrial in eine kleine Wohnung?
Ja, wenn du sparsam möblierst. Ein dunkles Metallregal und eine Fabrikleuchte reichen oft schon. Helle Wände und viel Licht verhindern, dass es eng wird.
Welche Wandfarbe passt?
Grau, Anthrazit oder ein dunkles Blau oder Grün für den rauen Charakter. Wer es wärmer mag, nimmt Ocker oder Hellbraun. Wie viel Farbe du brauchst, sagt der Farb-Rechner.
Was ist der Unterschied zu Vintage?
Vintage sammelt Stücke aus verschiedenen Jahrzehnten, oft mit Farbe und Muster. Industrial ist rauer und kommt aus der Werkhalle: Metall, Beton, Leder. Beides lässt sich gut mischen.
Sind Glühbirnen nicht verboten?
Klassische Glühbirnen gibt es kaum noch zu kaufen. LED-Lampen mit sichtbarem Faden sehen ähnlich aus und brauchen viel weniger Strom.
Quellen.
Alle 3 Quellen anzeigen
- Immoportal: Industrial Style, was steckt dahinter? (14.09.2022, aktualisiert 10.09.2026) immoportal.com
- BAUHAUS: Einrichtung im kunstvollen Industrie-Charme bauhaus.at
- McMakler: Industrial-Einrichtung (21.06.2021) mcmakler.de
Geprüft am 27.10.2026.


